Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e. V. Hauptgeschäftsstelle
Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e. V.
1. Instabile Finanzmärkte bedrohen die bayerische Wirtschaft. 2. Die bisherigen Maßnahmen zur Regulierung sind unzureichend und zögerlich. 3. Die Finanzkrise hat zu keinem glaubhaften Mentalitätswechsel geführt. 4. Die nächste Finanzkrise steht vor der Tür. 5. Unternehmenspleiten, Massenarbeitslosigkeit, kollabierende Sozialkassen drohen uns.

die bayerische Wirtschaft hat die größte Finanzund Wirtschaftskrise seit Kriegsende erstaunlich schnell gemeistert.

Alle Konjunkturindikatoren zeigen steil nach oben – auch der BDS Stimmungstest erreicht im Januar seine bisherigen Rekordwerte.

Eine neue „Goldgräberstimmung“ macht sich breit, mahnende Stimmen gehen in der öffentlichen Euphorie unter. Dabei steht uns die nächste Finanzkrise bevor.
Zur Erinnerung: Auslöser der Finanzkrise 2008 waren hochspekulative und hochkomplexe Finanzierungsgeschäfte im angloamerikanischen Raum.
Das Platzen dieser Blase hat in rasanter Geschwindigkeit sämtliche Schwächen und Versäumnisse aller Finanzmärkte offengelegt.
Exorbitante Staatsschulden infolge ungezügelter Ausgaben und sinkender Wachstumsraten,
risikobehaftete Finanzengagements infolge maßloser Provisionssysteme und verheerende Fehleinschätzungen der Ratingagenturen waren die Begleiter dieser Krise.

Was ist in drei Jahren nach Ausbruch der Krise geschehen? Welche Lehren haben die Staaten und Finanzlenker aus dem Desaster gezogen? Was wurde getan, um einen erneuten Supergau zu verhindern? Unsere Antwort: erschreckend und beschämend wenig.

Die Staatsschulden vieler Volkswirtschaften wachsen derzeit schneller als das jeweilige Bruttosozialprodukt.
Der US-amerikanische Schuldenberg wird bis Jahresende die Höhe seines Bruttosozialproduktes erreichen.

Teilweise noch schlechter sieht es in Europa aus – nicht nur in Griechenland und Irland, die sich bereits unter den 750-Milliarden-Euro umfassenden „Europaen Stabilization Mechanism“ geflüchtet haben.

Unrühmlichstes Beispiel ist Italien, das ein massives Finanzierungs und ein Wachstumsproblem hat.

Und selbst Deutschland macht weiter neue Schulden.

Dennoch verhallt der Ruf nach ausgeglichenen Haushalten ungehört.

Die bislang geltenden Regeln des europäischen Stabilitätsund Wachstumspaktes wurden seit Einführung des Euro 97mal überschritten.

Und in keinem einzigen Fall sanktioniert. Das ist ein Skandal.

An die bayerischen Mitglieder des Deutschen Bundestags und des Europäischen Parlaments

Zur Information an die Vorsitzendes der BDS Ortsverbände in Bayern

Präsident: Ingolf F. Brauner ⋅ Hauptgeschäftsführer: Markus Droth

An den angloamerikanischen Finanzplätzen ist der tiefen Depression eine neue Goldgräberstimmung gefolgt.

Bonuszahlungen und Provisionen haben neue Rekordhöhen erreicht.

Das Spekulationsgeschäft floriert neben Immobilien nun auch mit Rohstoffen.

Die Geisteshaltung hat sich nicht geändert – auch hierzulande nicht.

Einzig die Regionalbanken haben sich in Summe als verlässliche Partner des Mittelstandes erwiesen.

Die Banken und Finanzjongleure nutzen weiterhin alle Spielräume, die ihnen die in sich zerstrittene Politik und deren Aufseher bieten.

Das teilweise neu geschaffene Regulierungsinstrumentarium hat sich als nicht praxistauglich erwiesen.

Ein Beispiel: keine irische Bank hat die Hürden des letzten EU-Stresstests gerissen.

Kurz darauf zogen ihre Schulden ein ganzes Land in den Abgrund.

Die Diskussionen um Basel III, die Beteiligung privater Gläubiger an staatlichen Schulden, die internationalen Rechnungslegungsvorschriften oder die Regulierung von Ratingagenturen haben bis heute nicht zu einer Stabilisierung und besseren Regulierung beitragen.

Vielmehr führen die Vorschläge zu einer Destabilisierung unseres erfolgreichen dreigliedrigen Bankensystems und damit auch unserer breiten, oftmals noch inhabergeführten Wirtschaftsstruktur.

Wir als Vertreter der kleinen und mittleren Unternehmen haben genug davon.

Wir fordern Konsequenz und Transparenz ein.

In der Regulierung von Staaten, Finanzplätzen und der Finanzwirtschaft.

Der Euro ist ohne echte Alternative.

Ihn rettet nicht die länderübergreifende Vergesellschaftung von Verlusten, sondern die individuelle Verantwortung jedes einzelnen Staates und Wirtschaftsakteurs.

Die Verantwortlichen müssen sich ihrer Verantwortung stellen, angedrohte Sanktionen müssen auch durchgesetzt werden.

Die Auslöser der Finanzkrise 2008 waren weder die deutschen Regionalbanken noch der inhabergeführte Mittelstand.

Wer diese in den Fokus rückt, der traut sich nicht an die eigentlichen Verursacher der Misere ran.

Sie stehen in der politischen Verantwortung.

In der Verantwortung für unsere Wirtschaft und Gesellschaft.

Es ist jetzt Zeit zu handeln.

Einen weiteren Flächendbrand überstehen wir nicht.
Mit freundlichen Grüßen aus München
Ingolf F. Brauner    Werner Kirchhoff    Markus Droth Präsident    1. Vizepräsident    Hauptgeschäftsführer
Präsident: Ingolf F. Brauner ⋅ Hauptgeschäftsführer: Markus Droth

Quelle: http://www.bds-bayern.de/cms/uploads//presse_veroeffentlichungen/Presseartikel/bds_finankrise.pdf

Ich frage mich auch ob das nicht alles der Industrie in die Hände spielt.

Wenn alle EU Staaten pleite gehen… kommt der Chinese und:

1. kauft uns auf

2. oder macht uns von seinem Geld abhängig = Sklaverei ahoi.

admin